Dingle Way Tag 4 – von Dunquin nach An Bothár

Kategorien Hike, Irland0 Kommentare

25,8 km (abgekürzt ca. 20,8 km)

Wir standen früh auf und Ellen machte uns Frühstück. Auch hier wurden wir wieder gut umsorgt und hatten alles, was das Herz begehrt.

Eileen machte sich jedoch etwas Sorgen, da meine Freundin durch die Blasen immer noch sehr geplagt war und bot uns an, unser Gepäck schon zur nächsten Unterkunft zu bringen. Da ich wusste, dass der Tag lang wird, nahm ich das Angebot gerne mit an und reduzierte meine Ausrüstung ein wenig, so dass ich mit nur noch ca. 9 kg Gepäck lief, was mal eine schöne Abwechslung war.

Leider sah das Wetter heute nicht so vielversprechend aus und so ging es erstmal in Regenbekleidung los.

kleiner Bach kurz hinter Dunquin

Nach kurzer Zeit kamen wir an einer kleinen schönen Bucht – der Clogher Bucht – vorbei, an der einige Camper in Lager aufgeschlagen hatten. Wenn man hier lang läuft muss man ein kleines Stück über eine Kuhweide. Vor dem Bullen sollte man sich in Acht nehmen. Zum Glück kam er uns nicht zu nahe.

Der Weg führt vorbei an Ballyferiter mit einer schönen lang gezogenen Bucht, so dass man wieder direkt am Strand entlang laufen kann.

Da wir Hunger hatten machten wir in Ballydavid einen Stop. Ballydavid wirkt sehr touristisch und es war viel los, besonders am Strand. Das Restaurant (eher Pub) Tigh T.P war für einen Snack ganz ok. Trotz der positiven Bewertungen im Internet empfand ich es als das schlechteste Restaurant, welches wir auf unserer Reise durch Dingle besucht haben. Das Essen war ok, die Bedienung eher unfreundlich und alles etwas siffig. Aber für einen Snack ist man dennoch froh drum.

Mit Suppe, Kuchen und Bier gestärkt machen wir uns wieder auf den Weg, vorbei an Klippen, an denen es steil bergab geht.

Dicht vorbei an Klippen

Die Wegstrecke hier ist sehr schön und man fühlt sich sehr naturverbunden und ich konnte gut nachdenken.

Da wir für die nächste Etappe in Cloghane keine Unterkunft mehr bekommen hatten, haben wir beschlossen etwas weiter zu laufen und die Strecke zu ziehen. Normalerweise (und hätte man mehr Tage zur Verfügung) wäre die nächste Station Feohanagh gewesen, was mit ca. 20 km auch langt, wir hatten uns jedoch für das An Bothár Guesthouse & Pub entschieden und so lagen von Feohanagh aus nochmal ca. 5 km vor uns.

Wir waren beide schon ziemlich schlapp und es war schon relativ spät, so dass ich Angst hatte, dass wir bei Ankunft nichts mehr zu essen bekommen würden. Genau in dem Moment kam der Taxifahrer um die Ecke, der meine Freundin schon in Dingle bei ihrem Auszeit Tag gefahren hatte und er erkannte sie auch gleich wieder und fragte, ob er uns mitnehmen könne.

Kurz vor Feohanagh

Ich wäre die Strecke gerne noch gelaufen, sah dann aber ein, dass es sinnvoller ist einzusteigen. Der Weg zum Guesthouse zog sich nochmal ein ganzes Stück. Wie 5 km kam es mir nicht vor. Eher, wie acht. Der Taxifahrer wollte für die Fahrt kein Geld von uns haben. Die Iren sind einfach wahnsinnig nett und hilfsbereit.

Dort angekommen bezogen wir unser Kämmerchen und gingen direkt zum Essen. Zwei Bier und ein Rumpsteak und ich war glücklich. Zufällig trafen wir dort auch wieder auf alte Bekannte aus den vorherigen Pensionen und unterhielten uns über die nächste und anspruchsvollste Etappe, da bei schlechtem Wetter auch davor gewarnt wird zum Mount Brandon hochzusteigen.

Da meine Freundin wieder eine Pause einlegen wollte, nutze ich die Gelegenheit mich mit einem Paar aus der Schweiz für den nächsten Tag zu verabreden, da ich die Strecke nicht alleine laufen wollte.

Zum An Bothár Guesthouse & Pub kann ich sagen, dass es ok ist. Die Betten waren schon etwas durchgelegen (wir hatten es jedoch zu einem Schnäppchenpreis ergattert – vielleicht haben wir hier ein „älteres“ Zimmer bekommen) und es war überbucht (die anderen mussten wo anders untergebracht werden, hatten vor uns gebucht und weitaus mehr bezahlt).
Man merkt, dass sie etwas überfordert sind und dadurch litt leider auch ein wenig die Stimmung.
Am nächsten Morgen wollten wir wieder unser Gepäck weiter schicken und wurden etwas schroff angefahren. Pro Person kostet dieser Service hier 10 € und die Dame hat mir leider gar nicht richtig zugehört, wo wir übernachten, wodurch wir unser Gepäck dann noch in einer anderen Unterkunft suchen mussten.

Zum Essen kann ich jedoch sagen, dass es sehr gut war. Das Steak war lecker und auch das Frühstück am nächsten Morgen war sehr umfangreich.

Tag 5 – von An Bothár nach Ballinknockane

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