Dingle Way Tag 3 – von Dingle nach Dunquin

Kategorien Hike, Irland0 Kommentare

22,3 km

Am nächsten Morgen stand ich früh auf, da es in der Unterkunft leider kein Frühstück gab, obwohl es online mit angegeben war. In Dingle gibt es ein paar Supermärkte unter anderem auch einen Lidl, in dem ich mich erstmal mit Sack und Pack mit Proviant für die nächsten zwei Tage eindeckte, da die nächsten Städte so klein sein, dass die Wahrscheinlichkeit auf einen Supermarkt sehr gering war. Dem war auch so.

Meine Freundin machte an dem Tag eine Pause, um ihre Füße zu erholen. So zog ich alleine los.

Zu Beginn lief ich ein Stück am Hafen in Dingle entlang bevor es nach ein paar Kilometern an einem Bauernhof wieder in Richtung Natur ging. Ich traf einige Wanderer, die wir bereits in der ersten Unterkunft kennen gelernt hatten, dennoch wollte ich für mich laufen und wir überholten uns immer nur gegenseitig, wenn einer eine Pause einlegte.

In Dingle lebt übrigens „Fungie“ – ein Delfin, der immer wieder in die Bucht zurück kehrt und dies scheinbar als sein Heimatort auserkoren hat. Er könnte jederzeit ins offene Meer schwimmen, zieht es aber vor dort zu bleiben und die Touristen zu bespaßen. Gesehen habe ich ihn jedoch nicht. 😉

Am Ventry Beach angekommen gönnte ich mir erstmal einen Kaffee in einem kleinen Restaurant oberhalb des Strandes. Da ich hier mein Essen nicht ausbreiten wollte, lief ich hinunter zum Strand und setzte mich erstmal in den Sand, um mein Avocado Sandwich zu schmieren.

Ventry Beach
Ventry Beach
kleine Brücke am Strand

Landschaftlich bietet Dingle wirklich einiges. Man läuft entlang an Klippen, über Schafweiden, vorbei an Bauernhöfen und dann mal wieder direkt am Meer im Sand. Das entschädigt dann doch für die Rückenschmerzen, die mir mein Rucksack beschwert, was wohl an meinem Hohlkreuz liegt. Wenn man es nicht gewohnt ist, fragt man sich das ein oder andere Mal, warum man sich das eigentlich antut. Aber es ist auch schnell wieder vergessen und die schönen Erinnerungen bleiben.

Die nächste Strecke ist entspannt bis es dann über einen holprigen Weg bergauf geht. Ab jetzt muss man ein wenig aufpassen, wo man hintritt, da man durch viel Geröll läuft und es geht immer wieder bergauf und bergab, vorbei an einer alten Steinmauer, wie man sie irlandtypisch von Fotos kennt, oberhalb des Slea Head Drive.

Blick auf Kerry

An manchen Stellen muss man über Felsbrocken klettern und über einen Fluss springen. Gar nicht so leicht mit dem Rucksack, zumal ich auch keine Wanderstöcke mit mir hatte.
Es geht immer weiter bergauf und endlich oben angekommen hat man einen wunderbaren Blick auf Slea Head. Von hier aus wusste ich, dass es nach Dunquin nicht mehr allzu weit ist und marschierte nach einer kurzen Snack Pause mit ein paar Nüssen und gefräßigen Möwen voller Power weiter. Der Tag alleine hat mir gut getan, um über einiges nachzudenken und mal abzuschalten.

Blick auf Dunquin

In Dunquin angekommen bog gerade Sean, der Besitzer des nächsten Air BnB in die Einfahrt ein, als ich ankam. Glück gehabt. Ich wurde sehr herzlich aufgenommen. Nach einer heißen Dusche setze ich mich zu Sean und Eileen. Ich berichtete ihnen, dass meine Freundin noch in Dunquin sei und sofort boten sie mir an, dass sie sie holen können. Da es in Dunquin wirklich nichts gibt, einigten wir uns darauf, dass sie mich auf dem Hinweg (sie mussten ihre Tochter Ellen von der Arbeit holen) am Ventry Beach im Páidí Ó Sé’s Pub (Podio Shey ausgesprochen) rauslassen und uns beide dann auf dem Rückweg wieder einsammelten. Eileen aß noch mit mir im Pub bis meine Freundin eintraf und wir haben uns fantastisch unterhalten.Wir unterhielten uns über unsere Träume und was das Leben so mit sich bringt.

Am Abend lernten wir dann noch Ellen kennen und Sean servierte uns einen Whiskey in der Küche, bevor ich dann fix und fertig schlafen ging. Das Bett war ein Traum.

Tag 4 – Von Dunquin nach An Bothár (zwischen Feohanagh und Ballinkockane)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich akzeptiere